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Begriffe - Homöopathie begreifen
Hahnemann arbeitete wissenschaftlich, beobachtete genau und erkannte eine grundlegende Gesetzmässigkeit des Heilens: die Bedeutung des Leidensreizes, der Konfrontation als Antrieb zur Entwicklung. Seine Überlegungen dazu beschrieb er 1946 im Artikel "Versuch über ein neues Prinzip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneimittel". Er entwickelte eine Technik, um dieses Prinzip therapeutisch anzuwenden und legte seine Erkenntnisse in einem ersten «Organon der rationellen Heilkunde» dar. Die Resultate seiner weiteren Forschungen publizierte er in mehreren weiteren «Organon der Heilkunst» (sic! Kunst). Wir haben heute die Aufgabe, Hahnemanns Forschungen weiterzuführen und auf Gebiete auszudehnen, zu denen er noch nichts sagen konnte. Insbesondere müssen wir verständliche Begriffe und ein ganzheitliches Verständnis des gesunden und kranken Menschen erarbeiten, damit wir uns verständlich machen können.
Die folgenden Begriffe sollen mir und Ihnen helfen, die Homöopathie im Rahmen eines ganzheitlichen Menschenbildes besser zu verstehen. Es ist mir klar, dass vieles in der momentanen Knappheit nur unbedingt nachvollziehbar ist und möchte daher die Begriffe laufend weiterentwickeln. Sie können nie erschöpfend dargestellt werden, aber vielleicht anregen, sich einem Thema vermehrt zu widmen. Da ein Gebiet nicht durch eine lineare Erklärung erschlossen werden kann, werden gewisse Begriffe erst verständlich, wenn die mit ihm verbundenen Begriffe klarer sind. Ich versuchte, die Begriffe in einer argumentatorischen Logik zu ordnen; es ist deshalb wahrscheinlich vorteilhaft, von vorne zu lesen. Doppelspurigkeiten liessen sich der Verständlichkeit wegen nicht immer vermeiden. Dem direkten Auffinden von Begriffen dient das vorausgehende Register, bzw. die Suchmaschine des Computers. Unterstrichene Begriffe im Text sind in einem eigenen Abschnitt erläutert. Fragezeichen und rote Stellen bezeichnen unbearbeitete Begriffe. Weitere Ausführungen, andere Meinungen und Referenzen werden in den Fussnoten dargestellt.
Meine Zusammenstellung möchte insbesondere auch Anstoss sein zur kritischen Diskussion und Entwicklung des wissenschaftlichen Verständnisses innerhalb der Homöopathie. Wenn wir unsere therapeutische Effizienz und Ausbildung verbessern, uns im Gesundheitswesen positionieren und gesellschaftliche Anerkennung erreichen wollen, müssen wir die Homöopathie, die Phänomene des Lebendigen und des Geistigen besser erklären und ein ganzheitliches Menschenbild vermitteln können. Im anthroposophischen Rahmen habe ich viele anregende und erhellende Gedanken hingewiesen und möchte diese in meine Darstellungen einfliessen lassen: vielleicht können sie auch anderen Homöopathen hilfreich sein. Für Fragen und Anregungen bin ich dankbar. Falls ein Interesse vorhanden ist, kann ich mir auch vorstellen, Themen seminarartig zu vertiefen.
Ähnlichkeit
Akute Krankheit
Alternative Medizin
Anthroposophie
Carcinie
Chronische Krankheit
Denken
Dynamis, Lebenskraft
Einzelmittel
Entwicklung des Menschen
Erkenntnis
Forschung
Fühlen
Ganzheitlich
Gefühle siehe Fühlen
Gegenmittel siehe Antidot
Geist, Geistig, Geistartig
Gesund, Gesundheit
Gesetzmässigkeit
Grosse und kleine Mittel
Hahnemann
Heilung, Heilungsverlauf
Heredität siehe Vererbung
Herstellung von Potenzen siehe Potenzieren
Hierarchisieren von Symptomen
Homöopathie, homöopathisch
Infektion
Klassische Homöopathie
Komplementäre Medizin
Krank, Krankheit
Kunst
Latenz
Lebendig, Leben, belebt
Lebenskraft
Materia medica
Mechanische Weltsicht
Menschenbild. Wesen und Entwicklung
Miasma
Organismus, organisch
Polychrest, grosse und kleine Mittel
Potenzieren
Psora
Reduktionismus
Repertorium, Repertorisieren
Statistik
Studien
Sykose
Symptom
Syphilis
Technik
Therapeut, Therapie
Tuberkulinie
Unbelebt
Unfall
Unterdrückung
Ursachen von Krankheit, von Symptomen, von Phänomenen
Wahrnehmung
Welt, Weltbild
Wertigkeit von Symptomen
Wesen
Wiederholung von Mitteln
Wirklichkeit
Wisschenschaft
Wollen, Wille
Zeichen
Zeit
Zufall
Begriffe als pdf
Darstellung der Notwendigkeit von Begriffsklärungen und einer ganzheitlichen Weltsicht für die Entwicklung der heutigen Gesellschaft
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GRUNDLAGEN
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FORDERUNGEN
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Das Ziel aller politischen Massnahmen einer Demokratie muss die Gesundheit der Menschen, des Staates und der Welt sein.
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Um eine klare Diskussion zu ermöglichen, müssen alle am Gesundheitswesen Beteiligten ihre Gesundheitsdefinitionen darlegen.
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Heute wird in den Medien durch Wirtschaft und Forschung ein - unwissenschaftliches - mechanistisches Menschenbild vermittelt und als menschliches Lebensziel einzig Wohlsein (Konsum, Wohlfahrt) und Sicherheit (Macht) propagiert. Die wirtschaftlichen und politischen Probleme machen aber deutlich, dass diese Sichtweise dem Leben nicht gerecht wird, dass damit die anstehenden Probleme nicht gelöst werden können.
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Echte Wissenschaft muss das Geistige anerkennen und erforschen. Sie muss den Menschen als bewusstes, verantwortungsvolles, sich entwickelndes Wesen wahrnehmen. Sie muss ein ganzheitliches Verständnis der Welt entwickeln und erkennen, dass die reduktionistische Betrachtungsweise unwissenschaftlich ist.
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Der Mensch benötigt ein spezifisches Umfeld, um sich wesensgemäss entwickeln zu können.
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Wenn die Demokratie nicht zugrunde gehen soll, muss der Staat alles daran setzen, das Denken und die öffentliche Diskussion über das Wesen des Menschen anzuregen, Bewusstsein und Eigenverantwortung zu fördern.
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Es nicht gerecht, unseren Nachfahren und der dritten Welt die Zeche für unseren übertriebenen Lebensstil aufzubürden.
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Verursacherprinzip statt Symptomtherapie in Energie-, Verkehrs- und Agrarpolitik. Unterstützung von nachhaltiger, die Vielfalt fördernde Wirtschaft und Landwirtschaft, Energiebesteuerung statt Besteuerung von Arbeit, Unterstützung von dezentraler ökologischer Energieproduktion.
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Solidarität ist nur möglich zwischen Leuten mit denselben Zielen. Es ist deshalb nicht legitim, wenn willkürlich eine Grundversorgung definiert wird und dadurch Menschen finanziell ein Therapiesystem unterstützen müssen, dessen Prinzipien sie ablehnen. Staat und Krankenkassen dürfen die Menschen nicht bevormunden.
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Eigenverantwortung durch freie Wahl des Weltbildes, des entsprechenden Therapiesystems und der entsprechenden Krankenversicherung
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Vermehrte staatliche Organisation und Fürsorge kann zur Entmündigung und Abnahme der Eigenverantwortung führen (z.B. Lichtsignalanlagen, Krankenkassenwahl, HMO-Modelle, Spitex...)
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Förderung des Verantwortungsbewusstseins und der sozialen Kontakte
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Der Staat darf nicht über das Weltbild des einzelnen Bürgers entscheiden. Heute werden willkürlich gewisse Therapiesysteme als unterstützungswert, andere als offenbar ineffizient betrachtet. Die Beurteilung der Effizient von therapeutischen Systemen ist aber schwierig und von der Definition des zu erreichenden Zieles abhängig. Das muss jeder für sich entscheiden. Es ist nicht richtig, wenn der Staat willkürlich ein spezifisches Weltbild und gewisse Therapiesysteme unterstützt.
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Rechtliche und finanzielle Gleichstellung aller Therapiesysteme.
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Katastrophen in Politik und Umwelt nehmen offensichtlich zu und können mit den bisherigen Massnahmen nicht bewältigt werden (Terrorismus, Resistente Bakterien, chronische Krankheiten, psychische Störungen, Umweltkatastrophen, Kosten im Gesundheitswesen...
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Die Ursache der zunehmenden Probleme liegt im reduktionistischen mechanistischen Menschenverständnis, das den Menschen, sein Denken und Handeln als zufällige Summe von chemischen Reaktionen betrachtet. Damit wird ihm ein eigenes Wesen, Wirklichkeit, Freiheit und insbesondere jede Verantwortung abgesprochen.
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Im Kontakt mit den potenzierten Mitteln können die Menschen die Wirksamkeit des Geistigen erfahren und können dadurch angeregt werden, das mechanistisches Weltbild zu hinterfragen und ein ganzheitliches Menschenbild zu entwickeln.
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Förderung der Diskussion über Menschenbild und gesellschaftliche Vorstellungen
Organisation von Diskussion und Vorträgen
Stellungsnahmen durch Verbände und Homöopathen in Medien zu politischen Geschäften, wo eine ganzheitliche Sichtweise fehlt.
Betonung, dass der Staat die Grundlagen für die menschliche Entwicklung fördern soll: nicht Wohlsein und Sicherheit, sondern Denkfreiheit (liberté), Gleichheit vor dem Recht (égalité) und gesellschaftliche Verantwortung (fraternité).
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